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Bankenkrise

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  • Natan
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Gewisse Ansätze sind in ordnung wie Nasomator geschrieben hat.
    Aber leider läuft zu wenig in diese Richtung.
    Alles wird wohl wie bisher mit diesem kranken System weitergewurstelt.

    Vor zwei Tagen hat die SNB 68Mrd. an die UBS gegeben, was für ein Hohn der Politiker zu glauben, man will die grösste Schweizer Bank retten. Jeder Schweizer zahlt der UBS jetzt 8000SFr. Und andere Grossbanken in der Schweiz werden beim Bund auch noch anklopfen.
    Im Moment habe ich eine grosse Wut auf gewisse Banken und Manager.

    Ich hab gelesen, in Deutschland sind es 500Mrd. die der Bund einschiesst.
    (Da müsste man ja Amok laufen)

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  • lucci90
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    es wurden nun bis dato einige sehr interessant gedankengänge aufgezeigt. besonders Nasomator lenkt die diskussion finde ich in eine sehr gute richtung.

    Zitat von Narkáno
    Und regt euch nich so über die Banker auf.
    Don't hate the player.
    Hate the game!
    ich denke das ist so nicht ganz zu halten. wer ein dreckiges spiel spielt und dabei gewinne auf kosten anderer einfährt ist ebenso faul und falsch wie das system. natürlich haben denke ich mal die allerwenigsten ihr eigentliches tun von der risikoseite gesehn und stattdessen auf die renditen geblickt, was zugegebenermaßen auch von ihnen erwartet wurde. aber gerade diese unverfrorenheit nach dem "an die wand fahren des karrens" und nach dem staat schreien.... das ist schon harter tobak....und auf der anderen seite nun auch wieder der job der banker...
    das skurile am system ist, das es sich einfach verselbständigt hat. kaum jemand, wenn nicht sogar niemand kann die gesamte tragweite und die exakte funktionsweise davon einschätzen. das geld, eingeführt um das leben zu erleichtern, war ursprünglich für den menschen da. spätestens seit der industrialisierung (manchester kapitalismus) hat sich diese beziehung umgedreht. alles geschieht um des geldes willen. treffend scheint da folgendes zitat zu sein:
    "Der Neoliberalismus ist keine Wirtschaftsordnung an sich, er ist die personifizierte Krise" (Sub.I.M)


    Zitat von Nasomator
    Öffentliche Mittel zur Existenzsicherung für Privatpersonen = JA
    Öffentliche Mittel zur Existenzsicherung von Unternehmen = Nein
    du sprichst damit so ziehmlich eines der größten probleme der heutigen zeit an. unternhemen sind meines wissens sog. "jurististische personen", die über die selben eigentumsrechte verfügen als normale personen. da unternehmen an sich unsterblich sind, bilden sie ungeheure machtzentren, die logischerweise ihre möglichkeiten zur mitbestimmung der politik ausnutzen... und das nicht zu knapp. da ein unternehmen überspitzt gesagt eine art diktatur ist (der vorstand ist eigentlich nie von den arbeitern gewählt), wird unsere politik also von diesen privatdiktaturen mitbestimmt.
    damit ist es ganz klar, dass privatpersonen und unternehmen gleichgestellt sind und sich das auch so schnell nicht ändern kann/wird. wie ihr seht ein teufelskreislauf aus dem man nur schwer wieder rauskommt.
    jedenfalls bin ich sicher, dass in unserer "demokratie" dieses eigentumsrecht der juristischen perosnen nicht mehr abgeschafft wird... obwohl mit sicherheit die mehrheit der bevölkerung dafür wäre. [wie war das dann noch mit der demokratie??!]

    Zumindest ist diese Maßnahme ein klassischer Fall von "last uns mal über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden". Wenn schon so ein Haufen Steuergelder fließen soll, dann nur mit dem Segen der Bürger. Wenn in einem Volksentscheid, die Mehrheit dafür wäre, dann würde ich mich dem natürlich auch beugen, aber wir werden nicht mal gefragt.
    ich denke wenn die mehrheit der bevölkerung ein solches gesetz absegnen würde, dann würde sich denke ich mich ebenfalls der mehrheit beugen. letztendlich haben die menschen noch immer am besten selbst zu entscheiden was gut für sie ist.
    nur hat uns die politik eben diese "lästige aufgabe" mitzudenken abgenommen und dreht nur ihr eigenes ding, völlig unabhängig von den menschen, nur bedingt unabhängig von der wirtschaft.


    die letztendliche frage: was ist zu tun???

    man hat 3 grundsätzliche möglichkeiten.

    1.) man lässt alles in sich zusammenfallen und probiert den neuanfang. Nasomator hat das schon angeregt. wir würden ohne zweifel einen teil unseres lebensstandartes verlieren (eine sache, die wohl nicht jeder bedacht hat, als er für "nein, wie beschämend" gestimmt hat). letztendlich wäre das wohl garnicht so falsch, denn über kurz oder lang stellt sich sowieso die frage ob wir fahren oder die anderen essen können.

    2.) man verstaatlicht alles. es wird denke ich über kurz oder lang wieder alles wie bisher, denn es lernt ja doch niemand daraus wenn der staat die zeche zahlt. langfristig führt das zu einer erneuten krise, die nach jedem zyklus die weltwirtschaft wohl härter trifft (diese krise ist auch dramatischer als die letzte, weil noch globaler...)

    3.) man verschenkt das geld an die banken/unternehmen, für mich keine lösungsmöglichkeit.

    welches nun die beste ist, ist sehr umstritten. moralisch denke ich ist die erste wohl die beste lösung, auch wenn ich nicht absehen kann was dann passiert. es wäre ein sprung ins tiefe, kalte wasser.
    ob ich ihn wagen würde, wenn ich was zu sagen hätte? ehrliche antwort: ICH WEIS ES NICHT

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  • Dean
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Habt ihr gehört? Der Staat hat jetzt sein Geldpaket durchgebracht. Malsehen ob es klappt.

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  • HQ|Doskilos
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Zitat von Tomy Tom Beitrag anzeigen
    mit Geld spekuliert, welches den Banken nicht gehörte
    Ist das nicht das Prinzip von Banken? Ich dachte immer, man bekommt seine Zinsen, weil die Bank eben mit dem Geld spekulieren darf.
    Ganz von alleine kann die Bank ja auch nicht mehr Geld draus zaubern.

    Dumm gelaufen, aber ich denke, das sind nunmal die Spielregeln, auf die sich jeder einlässt, wenn er sein Geld zur Bank schleppt.

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  • Tomy Tom
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Zitat von Omaschubser Beitrag anzeigen
    Jetzt kommt noch hinzu, das alle Kurse auf der Börse sinken werden...
    Und es wird noch WEITER gehen !

    Wenn ich dann noch Sätze von Frau Merkel höre die da lauten:
    "Die Spareinlagen sind sicher" muss ich da schon schmunzeln.
    Das gleiche wurde damals auch von den Renten behauptet und was daraus geworden ist wissen wir ja.

    Fakt ist wenn einer anfängt zu rennen, sprich sein Geld von der Bank holt und es lieber im heimichen Sparstrumpf zu stecken, dann folgt die große Masse und dann ist auch der reichste Staat nicht in der Lage das ganze aufzufangen.

    Wenn man es so sieht das das Volk nun die Macht den Staat wie auch alle Unternehmen in eine Kriese zu stürzen von der sich BEIDE nicht mehr erholen können.

    Die Frage die ich mir da stelle ist warum das Volk immer noch so leise ist, denn bei solchen Rettungsmassnahmen wurde mit Geld spekuliert, welches den Banken nicht gehörte und als Bonus bekommen die Vorstände und Manager auch noch eine dicke Abfindung.

    Sorry, aber da läuft definitiv etwas falsch !

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  • Ginger Ale
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Tja, da fragt man sich eben, was die Wirtschaftsbosse den lieben langen Tag bei der Arbeit machen.
    Das mit den staatlichen Geldern ist zwar jetzt notwendig, doch wenn die Manager mal aufgepasst hätten, anstatt sich Boulevardzeitschriften anzugucken, wäre das nicht soweit gekommen.
    Credos, creditus, m Vertrauen.
    Man leiht niemandem Geld von dem man weiß das er es nicht zurückzahlen kann...

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  • Nasomator
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Die vom Staat zur Verfügung gestellten Rettungspakete, wie Arbeitslosengeld (2) werden aber ja sowieso von unseren Sozialabgaben finanziert, also mit Mitteln, die der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer aufbringen.

    Und dass meine Kunden auch woanders einkaufen könnten, ist mir durchaus bewußt, jedoch gibt es auch ne menge Beispiele, wo z.B. ältere Menschen keine Einkaufstätte mehr in der Nähe haben und da kommt auch niemand und sagt, dann bauen wir euch eben nen Laden mit Steuergeldern.

    Und auch wenn andere Unternehmen eine gewisse Verantwortung tragen, so werden oft nicht die Schuldigen sondern wie du schon sagtest erst mal die Kleinen dafür in die Pflicht genommen, z.B. Entlassungen obwohl der Betrieb dicke Gewinne einfährt.

    Auch wenn ich einiges in deiner Ausführung für richtig halte, mein Fazit steht, kein Unternehmen darf mit Steuergeldern künstlich am Leben gehalten werden, obwohl sich die Bosse weiter die Taschen voll machen. Oder Papa Staat muss jeden kleinen Betrieb in der Not beistehen, was definitiv nicht finanzierbar wäre und es würde Tür und Tor aufmachen für weitere Abzocker, die in Saus und Praus leben und ihre Betriebe den Bach runter gehen lassen.

    Öffentliche Mittel zur Existenzsicherung für Privatpersonen = JA
    Öffentliche Mittel zur Existenzsicherung von Unternehmen = Nein

    [EDIT] Zumindest ist diese Maßnahme ein klassischer Fall von "last uns mal über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden". Wenn schon so ein Haufen Steuergelder fließen soll, dann nur mit dem Segen der Bürger. Wenn in einem Volksentscheid, die Mehrheit dafür wäre, dann würde ich mich dem natürlich auch beugen, aber wir werden nicht mal gefragt.

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  • Gamma
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Zitat von Nasomator Beitrag anzeigen
    Wenn ich meinen Betrieb vor die Wand fahr, dann kommt auch kein Rettungspaket, weder für meine Angestellten
    Abeitslosengeld I
    Arbeitslosengeld II
    Hartz 4

    Das ist dein Rettungspaket.

    noch für meine Kunden
    Die können auch wo anders einkaufen...


    und ich werde einzig und allein in der Verantwortung stehen.
    Muss jeder andere Konzern auch, nur ist er manchmal ein gewaltiges bisschen größer und kommt aus derartigen Krisen leichter wieder raus. Idem Filialen verkauft werden, oder was auch immer. Arbeiter kündigen.

    [...]
    Fazit: Von mir ein klares Nein, zum Stopfen von Löchern mit Steuergeldern.
    Ja klar, wenn kein Loch gestopft wird, dann schau mal wo du bleibst wenn die Löcher noch größer werden.

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  • berndf
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Was soll diese Rettungen auf meine Kosten ?

    Milliarden sind auf einmal da . Für das Volk ist kein Geld da .

    Verzockt - Pech auf nicht auf Staatskosten .

    berndf
    www.sbhilfe.com

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  • Noname161
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Es ist immer wieder erstaunlich was für eine Kettenreaktion es auslöst bei einem Fehler in den USA...
    Und warum ist es so. Weil sich alles in den letzten Jahren um die amerikanische Börse dreht, oder hört man mal was großes von der Frankfurter Börse oder der Börse Tokio ( ja die gibts ....)
    Alles dreht sich um den US-Markt und dann kommt es zu so einem Mist wie diesen Immobilienmarktpleiten, und alles geht auf einmal bergab.

    Und das schlimmst an allem Übel. Wenn sich heute ein "1929" wiederholt, werden wir das alle nicht überstehen!!!! Und dann werden Schubkarren voll Geld das kleinste Übel sein!

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  • Omaschubser
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Jetzt kommt noch hinzu, das alle Kurse auf der Börse sinken werden...

    Also ich schätze mal wenns so weiter geht ist das geld plötzlich nichts mehr wert. Dann kommt Reform... Also wer Immobilien, Gold ect. hat hat eine sichere Anlage.

    Es ist immer wieder erstaunlich was für eine Kettenreaktion es auslöst bei einem Fehler in den USA...

    lg

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  • Nasomator
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Wer aber tatsächlich glaubt, wir hätten eine Soziale Marktwirtschaft, der glaubt auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann. Der Deckmantel der Sozialen Marktwirtschaft, besteht nur damit der Staat bzw. eigentlich die Politik sich noch einmischen darf, dies jedoch definitiv nicht aus sozialen Hintergründen. Unser Wirtschaftssystem folgt den einfachen Gesetzen des fressens oder gefressen werden, so wie überall auf der Welt auch. Noch nie hat der Staat sich erfolgreich aus sozialem Anlass in die Wirtschaft eingemischt, alle bisherigen Eingriffe waren äußerst kurzsichtige Verschwendungen von Steuergeldern. Ich bin dafür die Banken über den Jordan gehen zu lassen und haften sollten dafür die Banker, Geschäftsführer etc. aber auf keinen Fall der Steuerzahler.

    Wenn ich meinen Betrieb vor die Wand fahr, dann kommt auch kein Rettungspaket, weder für meine Angestellten noch für meine Kunden und ich werde einzig und allein in der Verantwortung stehen. Die traurige Wahrheit in unserem Land ist, dass kaum einer der Scheiße auf wirklich hohem Niveau baut hinterher dafür haften muss, sondern sie werden noch dafür belohnt, in Form von Abfindungen und exorbitanten Pensionen. Da werden sich Jahre lang die Taschen gefüllt, ohne irgendwelche Rücklagen zu schaffen für schlechte Zeiten. Ich als Firmeninhaber als eingetragener Kaufmann, muss diese zukünftigen Risiken auch selbst vorbeugen und kann dementsprechend nicht ohne Weiteres über meine Verhältnisse leben, sondern muss fleißig was auf Seite legen für schlechte Zeiten.

    Fazit: Von mir ein klares Nein, zum Stopfen von Löchern mit Steuergeldern.

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  • Bippo
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Nein, grundsätzlich nicht.
    Denn sonst wäre es eben eine Soziale Marktwirtschaft.
    Weshalb der Abschluss des Rettungsplanes in den USA auch wie ich finde zutiefst irritierend ist.
    Zwar hat man aus dem Repräsentantenhaus verlauten lassen, man glaube an die Freie Marktwirtschaft, aber so sieht es momentan doch nicht aus.

    Man hätte es wohl doch eher zu einer Selbstreinigung kommen lassen sollen, sonst wiederholt in einem Jahr die Geschichte erneut.
    Es geht halt nur A (Freie MW) oder B (Soziale MW), weswegen wir hier in Deutschland strengere Regulierungsmaßnahmen benötigen.

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  • Dean
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    Darf der Staat sich eigentlich in die Freie Marktwirtschaft einmischen?

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  • KauBoi69
    antwortet
    AW: Bankenkrise

    "Gebt Cäsars Dinge Cäsar..." Was der Staat damit anfängt ist doch Sache des Staates.
    "Privat geht vor Katastrophe" Jeder selbst sollte es nicht zur Katastrophe kommen lassen. So lange die Finanzen stimmen ist ja gut. Die Einlagen sind durch den Staat gesichert, jedenfalls bei den Sparkassen.

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